O przedstawieniu Borysa Godunowa na festiwalu Dresdener Festspiele w Dreźnie

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...Dieses Rimski-Korsakov-Fassung erhielt am zweiten Abend des Gastspiels durch die Dirigentin Agnieszka Kreiner ein eigenes Gepräge. Nicht nur, dass się mit den großen Volksszenen jene erwartete Kraft und Gewalt erreichte, dass się den großen Liebes-Szenen von Marina und Dmitri im Polenbild diffizile Klanglichkeit verlieh, sondern nach ihren Intentionen erhielten auch die grotesken Szenen in der Schenke an der litauischen Grenze oder die Verhöhnung des Bojaren Chrustschow beim Volksaufstand im Walde von Kromy eine solch klangliche Herbheit, die - was mir sonst noch nie so auffiel - bereits auf den Ansatz des frühen Stravinsky hinweist, auf seine Lieder Erringrungen aus der Kindheit. Das war interessant und gestalterisch reizvoll gemacht, ohne aus dem stilistischen Rahmen des Werkez zu fallen.
Friedbert Streller
Sächsische Zeitung 1985